Der Weihnachtsfrieden 1914. Menschlichkeit im Ersten Weltkrieg

„Stille Nacht, heilige Nacht“ – beinahe hoffnungsvoll tönt das deutsche Weihnachtslied über das morastige Niemandsland der Westfront. Am Heiligabend 1914 werden rund um Ypern nicht nur aus den deutschen Schützengräben Weihnachtslieder laut, Kerzen entzündet und Christbäumchen geschmückt. Nein, wider Erwarten antworten die britischen, teils auch französischen oder belgischen Soldaten mit ihren traditionellen Liedern. Zahlreiche Tagebucheinträge und Feldpostbriefe bezeugen das Weihnachtswunder, das trotz oder sogar angesichts des Todes mitten im Krieg wenigstens für einen kurzen Moment die Menschlichkeit wiederbrachte. Verbunden in der Musik wurden kurzerhand Sprachbarrieren und Gräben überwunden und man einigte sich per mutigen Boten auf eine gegenseitige Waffenruhe. „We not shoot, you not shoot“ galt so mancherorts bis ins Neue Jahr hinein – zu sehr menschelte es zwischen den zuvor noch als barbarische Crauts und gnadenlose Thommys stilisierten Feinden. Doch wie kam es überhaupt dazu? Wie dachte die Kommandoriege der Generäle über diese Annäherungen? Gefährdeten die sogenannten Fraternisierungen tatsächlich den Fortgang des Krieges? Gemeinsam mit Franziska Stelzer rollen wir die Ereignisse auf, erzählen einige Anekdoten dieser ‚friedvollen‘ Tage und beleuchten darüber hinaus auch die zeitgenössischen Berichterstattungen und die spätere Rezeption der spontanen Aktion.

Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an , wenn ihr Themenideen oder Feedback habt.

Weiterführende Links:
Link zur Epochentrotter-Umfrage
Podcast Pergament und Mikrofon

Ähnliche Episoden:
Heldensuche. Mittelalter im Nationalismus
Die Magie kolorierter Bilder. Geschichte in Farbe
Krieg der Träume – eine Revolution der TV-Doku?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.