Rüstungen waren im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit weit mehr als Schutz aus Stahl: Sie konnten politische Botschaften tragen, religiösen Beistand versprechen und ganze Familiengeschichten erzählen. Der Kunsthistoriker Tristan Schaub zeigt, wie aufwendig gestaltete Harnische zu „eisernen Kunstwerken“ wurden. Im Mittelpunkt stehen Heinrich VIII. und sein berühmter Faltenrockharnisch, die dynastische Rüstung Henry Frederick Stuarts und die Pienzenauer Rüstung. Es geht um Heilige und Heraldik, Ätzungen und Vergoldungen, um Rüstungen als Erinnerungsstücke, Stellvertreter ihrer Träger und sogar als eine Art Berührungsreliquie. So eröffnet sich ein neuer Blick auf Objekte, die viel mehr erzählen als nur von Krieg und Kampf.
Die besprochenen Rüstungen könnt ihr unter den folgenden Links einsehen:
- Faltenrockharnisch von Heinrich VIII.: http://www.royalarmouries.org
- Rüstungsgarnitur für Henry F. Stuart: http://www.rct.uk
- Pienzenauer Rüstung: http://www.bayerisches-nationalmuseum.de
Weitere spannende Inhalte zur Geschichte des Mittelalters findet ihr im L.I.S.A Wissenschaftsportal der Gerda Henkel-Stiftung:
- Video: „Riot“ und „Rebellion“ im England der Frühen Neuzeit: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/forum_neuzeit_niggemann
Diese Podcast-Folge entstand im Auftrag der Gerda Henkel-Stiftung. Weitere Interviews mit Stipendiat:innen der Stiftung erscheinen in den kommenden Wochen.
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Literatur zum Weiterlesen:
- CAPWELL, Tobias: Arms and Armour of the renaissance Joust. Leeds 2020.
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Bild: WikiCommons
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